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Herr Dr.-Ing., Diplom-Sozialwirt Peter Heisig arbeitet seit 1988 zu den Themen Wissen, Erfahrung und Wissensmanagement. Sein Interesse an diesen Themen wurde während seines Studiums Peter Heisigder Sozialwissenschaften an der Universität Göttingen geweckt, an der das DFG-Vorhaben „Wie Organisationen Wissen produzieren“ bearbeitet wurde.

Im Fraunhofer Institut für Produktions-anlagen und Konstruktionstechnik (IPK) vertiefte er seine Kenntnisse ab 1990 u.a. im Bereich Wissens- und Erfahrungs-management im Hinblick auf Methoden zur Identifikation und Beschreibung von Erfahrungswissen bei Facharbeitern und Ingenieuren in Betrieben der Metallindustrie (Industriepartner: Gildemeister, Traub, Siemens, BMW AG). Die erarbeiteten Lösungen umfassten damals nicht nur technische Verbesserungen an Werkzeugmaschinen, sondern auch organisatorische Lösungen, um den direkten Austausch von Erfahrungen zwischen den Mitarbeitern zu fördern.

1996 gründete Dr. Heisig das Competence Center Wissensmanagement am Fraunhofer IPK und legte die Grundlagen u.a. mit einer europaweiten Benchmarkingstudie, die von sechs deutschen Unternehmen cofinanziert wurde.

Seit 1997 ist Dr. Heisig als Projektleiter für die Analyse, Konzeption, Umsetzung und Einführung von WM-Lösungen in verschiedenen Unternehmensbereichen und Branchen (Elektroindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, Automobilindustrie, Dienstleistungswirtschaft, Transport) sowie in der öffentlichen Verwaltung (Ministerium, Polizei) und dem Forschungsbereich (FuE-Institute) verantwortlich.

2000-2001 begleitete Dr. Heisig auf Einladung des TECTEM der Universität St. Gallen (Schweiz) ein weiteres europaweites Benchmarkingprojekt zum Knowledge Management.

2002 wurde Dr. Heisig vom Direktorat Informationsgesellschaft der EU und dem Europäischen Komitee für Normung (CEN) in Brüssel in das achtköpfige europäische Expertenteam „Knowledge Management“ berufen. Aufgabe des Teams war die Erarbeitung des „European Guide to good Practice in Knowledge Management“ (CWA 14924), der zur europaweiten Harmonisierung im Wissensmanagement hinsichtlich der Terminologie (30 Grundbegriffe), eines allgemeinen Bezugssystems (Framework), der Messung von WM, einem allgemeinen Einführungsvorgehen und der kulturellen Aspekte im Wissensmanagement beitragen sollte. Der Leitfaden, der sich besonders an kleine und mittlere Unternehmen wendet, ist im Frühjahr 2004 in englischer und deutscher Sprache erschienen.

Im Mai 2003 regte er im Fachbeirat des BMWi zum Programm „Fit für den Wissenswettbewerb“ die Erstellung von Wissensbilanzen für mittelständische Unternehmen und Organisationen an. Er ist aktives Gründungsmitglied des Arbeitskreises Wissensbilanz, der im Auftrag des BMWi die Methode „Wissensbilanz – Made in Germany“ entwickelt und im gleichnamige Leitfaden beschrieben hat.

Im April 2007 beginnt er am Engineering Design Centre (EDC) der Universität Cambridge (GB) zum Thema Wissensmanagement über den gesamten Produktlebenszyklus zu forschen. In einer landesweite Umfrage unter Ingenieuren und Managern identifiziert er die zentralen Wissensbedarf aus Nutzersicht im Hinblick auf frühere Produkte und für zukünftige Engineeringaufgaben.

Seit August 2010 arbeitet Dr. Heisig am Socio-Technical Centre (STC) der Leeds University Business School gemeinsam mit Kollegen aus den Disziplinen Architektur, Betriebswirtschaft und Management-Forschung, den Ingenieurwissenschaften und der Psychologie zu interdisziplinären Fragestellungen der Organisationsgestaltung.


Dr. Heisig hat in die Methode des Geschäftsprozessorientierten Wissens-managements (GPO-WM®) entwickelt und die umfangreichste Wissensbasis zu Methoden und Instrumenten des Wissensmanagements (www.methodenfinder.de) aufgebaut.
Seine Hauptinteressensgebiete sind: Benchmarking, Wissensmanagement, Wissensbilanzierung, Organisationsgestaltung, Prozessgestaltung.

Er ist Mitglied der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. (GfWM), im Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) und der Deutschen Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ), der Design Society (DS) sowie Ehrenmitglied des Global Benchmarking Network (GBN).

Dr. Heisig hat mehr als 70 Veröffentlichungen und über 100 Vorträge und Workshops in Deutschland, China, Schweden, Schweiz, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Mexiko und Italien gehalten.

Dr. Heisig hat Lehraufträge an der Technischen Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin, der Donau-Universität Krems, der Leibnitz-Universität Hannover sowie an der e-Business Management School des Istituto Superiore Universitario di Formazione Interdisciplinare der Universität Lecce, Italien durchgeführt.

 
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